Studienkommission English-Speaking Cultures

Regelungen zum Plagiat

Verstoß gegen wissenschaftliche Praxis und seine Konsequenzen im Fach Anglistik/Amerikanistik (Magister, BA/MA) und Lehramt Englisch

Die nachfolgende Regelung wird allen Studierenden zu Beginn ihres Studiums sowie zu Beginn einer jeden Veranstaltung bekannt gemacht. Sie ist auf der Homepage des Faches einzusehen. Der Wortlaut entspricht in weiten Teilen der Resolution des Deutschen Hochschulverbandes vom 17. Juli 2002.

Die überwältigende Mehrheit der Studierenden verfasst ihre Seminararbeiten eigenständig und wissenschaftlich redlich. Diese Studierenden setzen eine Praxis um, die ihnen von Anbeginn des Studiums durch die Lehrenden im Fach vermittelt wird, d.h. sie lernen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis kennen und werden und für wissenschaftliches Fehlverhalten und seine Folgen sensibilisiert. Wissenschaftliches Arbeiten basiert immer auf der geistigen Leistung anderer. Daher lernen die Studierenden frühzeitig den korrekten Umgang mit fremdem, geistigem Eigentum (z.B. die Methodik des korrekten Zitierens fremder Quellen).

Es ist aber auch bekannt, dass ein Teil der Studierenden nicht wissenschaftlich redlich arbeitet. Die schriftlichen Arbeiten aller Studierenden werden daher besonders sorgfältig darauf geprüft, ob eine eigenständige wissenschaftliche Leistung erbracht worden ist. In einigen wissenschaftlichen Disziplinen stellt sich ein Teil der Studierenden diesem Anspruch nicht, sondern legt statt einer schriftlichen Arbeit, die auf eigener geistiger Leistung beruht, ein Plagiat vor, indem Texte/Materialien Dritter ganz oder teilweise, wörtlich oder nahezu wörtlich übernommen und als eigene wissenschaftliche Leistung ausgegeben werden. Ein solches Vorgehen widerspricht nicht nur guter wissenschaftlicher Praxis, es ist auch eine Form des geistigen Diebstahls und damit eine Verletzung des Urheberrechts.

Das Internet ist eine hervorragende Quelle für wissenschaftliches Arbeiten. In gleicher Weise eignet es sich jedoch als Mittel für den Diebstahl geistigen Eigentums. Wir weisen die Studierenden auf das Internet als eine Quelle für wissenschaftliches Recherchieren hin und unterstützen sie dabei, das dort verfügbare Wissen wissenschaftlich redlich in eigene Arbeiten zu überführen.

Das Anfertigen und Einreichen eines Plagiats ist kein Kavaliersdelikt. Es ist ein Täuschungsversuch. Dies gilt vor allem in der Wissenschaft, die in besonderer Weise der Suche nach Wahrheit und Erkenntnis verpflichtet ist.

Studierende, die sich nachgewiesenermaßen des Plagiats schuldig machen, müssen mit folgenden Sanktionen rechnen:

  1. Die eingereichte Arbeit wird unter Kenntlichmachung des Plagiats mit der Note „ungenügend“ zurückgegeben. Ein Anspruch auf die Anfertigung einer anderen Arbeit zur Erlangung eines (Leistungs-)Nachweises in der betroffenen Lehrveranstaltung besteht nicht.
  2. Die Aufgabe kann nicht noch einmal mit derselben Themenstellung bearbeitet werden, auch nicht in einer anderen Lehrveranstaltung oder bei einem anderen Lehrenden.
  3. In Fällen von prüfungsrelevanten Studienleistungen ergeht eine Mitteilung über den Täuschungsversuch an das Studiendekanat sowie an das jeweils zuständige Prüfungsamt.

Zur Gewährleistung redlichen wissenschaftlichen Arbeitens reicht der/die Studierende zusammen mit der Arbeit eine unterschrieben Bestätigung ein, dass die Arbeit von ihm/ihr selbständig angefertigt wurde und alle verwendeten Quellen kenntlich gemacht sind. Ein entsprechendes Formular findet sich auf dem Formularserver des Fachbereichs.

Oktober 2003

Die Lehrenden des Faches Anglistik/Amerikanistik